AUFFANGGERÄT EASY MOVE

REFERENZNORMEN: EN 353 / EN 358 / EN 12841


2F713, 2F713K, 7L921, 7L922

Die Durchführung der regelmäßigen Kontrollen (in vom Hersteller bestimmten Abständen) ist unerlässlich, um eine andauernde Effizienz und Dauerhaftigkeit des Geräts zu garantieren. Davon hängt die Sicherheit des Nutzers ab. Die Durchführung regelmäßiger Prüfverfahren entbindet den Benutzer nicht von der Pflicht, die Kontrollen vor und nach jeder Anwendung durchzuführen, noch davon, eine außergewöhnliche Kontrolle zu beantragen, insofern sich Sonderfälle zutragen (z.B. ein Sturz aus geringerer Höhe, Wechsel des Benutzers, usw.) oder sollten Zweifel über die Funktionstüchtigkeit des Geräts bestehen.  Achtung! Der Prüfer, nachdem er die regelmäßige Kontrolle durchgeführt hat, ist verantwortlich für die gute Funktionstüchtigkeit der PSA. Die Kontrolle muss auf seriöse Weise ausgeführt werden, ohne Eile und ohne Prüfschritte zu überspringen: dies ist der einzige Weg, um keine unnötigen Risiken auf sich zu nehmen.

Die regelmäßige Kontrolle eines Geräts muss wie folgt durchgeführt werden:

  • alle 12 Monate bei Normalgebrauch;
  • alle 6 Monate bei intensivem Gebrauch oder aggressiver Umgebung (z.B. am Meer);
  • bei Vorhandensein von Betriebsstörungen während der Kontrolle vor und nach jedem Gebrauch;
  • bei jedem Benutzerwechsel;
  • das in diesem Handbuch beigelegte Kontrollblatt muss jedes Mal ausgefüllt werden;
  • nur vom Hersteller oder einer kompetenten, vom Hersteller autorisierten Person.

Das Blatt für die regelmäßige Kontrolle muss wie folgt ausgefüllt werden:

  • die vom Kontrollverfahren für jedes einzelne Gerät vorgegebenen Anweisungen müssen befolgt werden (letzte Aktualisierung auf der Seite ppe.climbingtechnology.com prüfen);
  • das beigefügte Bildmaterial für jeden Kontrollvorgang muss geprüft werden;
  • die Gebrauchsanweisung des Geräts muss gelesen werden, kann man auch downloaden: www.climbingtechnology.com;
  • das Gerät muss in geeigneter, aufgeräumter Umgebung mit guten Lichtverhältnissen ausgewertet werden.

Das Blatt der jährlichen Kontrolle besteht aus einer Check List, in die für jeden Punkt des Prüfverfahrens das Resultat der Kontrolle eingetragen werden muss:

  OK
Das Gerät befindet sich in gutem Zustand und kann in aller Sicherheit verwendet werden.

AUSMUSTERN
Das Gerät weist mittelschwere bis schwere Schäden auf, welche die Hauptfunktionen beeinträchtigen und muss deshalb ausgemustert werden. Die festgestellten Schäden im Bereich “ANMERKUNGEN” eintragen.

ÜBERPRÜFEN
Das Gerät weist einen oder mehrere leichte Schäden auf, welche die Hauptfunktionen nicht beeinträchtigen. Die festgestellten Schäden im Bereich “ANMERKUNGEN” eintragen.

ANFRAGE FÜR ERSATZ
Es wird festgestellt, dass ein austauschbares Teil des Geräts beschädigt ist oder fehlt: diese Abweichung im Bereich „ANMERKUNGEN“ eintragen. Am Ende der Kontrolle, ohne weitere Probleme und falls das Ersatzteil installiert wird, kann das Gerät als dienstfähig angegeben werden. Andernfalls muss es ausgemustert werden. Bis auf andere Angaben, muss die Reparatur vom Hersteller, einem vom Hersteller ausgebildeten Techniker oder von einer kompetenten, befähigten Person durchgeführt werden. Die ersetzbaren Teile eines jeden Geräts, falls vorhanden, werden in der jeweiligen Kontrollvorgabe angegeben und mit einem Code für den Ankauf identifiziert.

Anmerkung:

  • ● Jedes Gerät kann aus primären Einzelteilen bestehen (mit struktureller Funktion / Sicherheitsfunktion), sowie aus sekundären Teilen (mit Zusatzfunktionen): es obliegt dem Prüfer, den vorhandenen Schäden auf sekundären Einzelteilen mehr oder weniger Gewicht einzuräumen, um die Funktionstüchtigkeit des Geräts zu bestimmen. Die primären und sekundären Einzelteile einer jeden PSA werden im dazugehörigen Prüfverfahren gelistet.
  • Die jeweiligen Daten zu Modell, Code, Seriennummer, Herstellungsjahr und Normen können aus der auf dem Gerät vorhandenen Markierung gewonnen werden, dazu den passenden Punkt in der Gebrauchsanweisung lesen.
  • Die Lebensdauer des Geräts wird in der dazugehörigen Gebrauchsanweisung angegeben, welche verpflichtend dem Kontrollblatt beigefügt werden muss.
  • Um das Prüfverfahren des Geräts durchführen zu können, muss es angemessen und wie in der Gebrauchsanweisung geschildert, gesäubert werden. Ein unzureichend sauberes Gerät könnte als untauglich erklärt werden, da es nicht überprüfbar ist.

Am Ende des Kontrollvorgangs kann das Gerät folgendermaßen klassifiziert werden: DIENSTTAUGLICH, UNTAUGLICH oder ZU ÜBERPRÜFEN. Im letzten Fall müssen in den Anmerkungen alle leichten Defekte angegeben werden, auf die vor und nach dem Gebrauch geachtet werden muss. Es obliegt dem Prüfer, die nächste Kontrolle innerhalb einer kürzeren Zeitspanne als den vorgesehenen 6 oder 12 Monaten zu beantragen.

Checking procedures

BENENNUNG DER TEILE

PRIMÄRE EINZELTEILE: Seitenteile, fixe und mobile Innenteile, Bandschlingen, Nähte

SEKUNDÄRE EINZELTEILE: /

ERSETZBARE TEILE: /

1) ALLGEMEINE PRÜFUNG UND GESCHICHTE

1.1 – Das Vorhandensein und die Lesbarkeit der Markierung prüfen, besonders jene der CE-Marke und der EN-Bezugsnorm.

1.2 – Prüfen, dass das Gerät die Lagerungsdauer und/oder Gebrauchsdauer nicht überschritten hat.

1.3 – Prüfen, dass das Gerät integer und vollständig in all seinen Teilen ist (es empfiehlt sich der Vergleich mit einem neuen Produkt).

1.4 – Prüfen, dass das Gerät nicht außerhalb der Produktionsstätte bearbeitet erscheint oder von nicht befähigten Stellen gewartet wird.

1.5 – Prüfen, dass das Gerät keinen Sondervorfall erlebt hat (z.B. Fall aus großer Höhe, starke Schlageinwirkung). Sollte auch kein Defekt oder Degradation sichtbar sein, könnte die anfängliche Strapazierfähigkeit ernsthaft verringert worden sein.

2) SICHTKONTROLLE

2.1 – KONTROLLE DES AUFFANGGERÄTS

  • SEITENTEILE – Das Fehlen von Verformungen, Schnitten, Sprüngen und scharfer Kanten überprüfen. Das Fehlen von Verschleiß überprüfen, mit besonderem Augenmerk auf die Stellen mit Seilkontakt. Das Fehlen von Korrosion und Oxidation überprüfen.
  • FIXE UND MOBILE INNENTEILE – Das Fehlen von Verformungen, Sprüngen und scharfer Kanten überprüfen. Das Fehlen von Einschnitten, die tiefer als 1 mm sind, überprüfen. Das Fehlen von Verschließanzeichen überprüfen, sie dürfen nicht tiefer als 1 mm sein, mit besonderem Augenmerk auf die Kontaktstellen mit Seil oder Verbindungselement.

2.2 – KONTROLLE DER BANDSCHLINGE (FALLS VORHANDEN)

  • Das Fehlen von Schnitten, Abrieb, Ausfransung, Verschleiß, Korrosion und Spuren chemischer Substanzen überprüfen.
  • NÄHTE – Das Fehlen von geschnittenen, gezogenen, gelockerten Fäden prüfen, ebenso darf kein Verschleiß, Abrieb, Korrosion und Spuren chemischer Substanzen vorhanden sein.

2.3 – KONTROLLE DES VERBINDUNGSELEMENTS (FALLS VORHANDEN)

  • Das Vorhandensein des serienmäßig gelieferten Karabiners EN 362 kontrollieren.
  • Den Zustand des Karabiners kontrollieren, wie in der jeweiligen Gebrauchsanweisung und Kontrollprozedur vorgegeben.

2.4 – KONTROLLE DES SEILS (FALLS VORHANDEN)

  • Prüfen, dass das Seil sowohl vom Typ als auch von der Größe den Daten der Markierung und der Gebrauchsanweisung entspricht.
  • Den Seilzustand entsprechend der jeweiligen Prüfverfahrens und der Gebrauchsanweisung kontrollieren.

3) FUNKTIONSTEST

3.1 – KONTROLLE DER MOBILEN GERÄTETEILE

  • MOBILES SEITENTEIL – Die vollständige und nahtlose Drehung des Seitenteils prüfen. Falls nötig mit silikonhaltigem Ölspray schmieren, wie von den Gebrauchsanweisungen des Geräts vorgegeben.
  • AUSTRITTSZAPFEN – Ein flüssiges Drehen des Zapfens prüfen. Falls nötig mit silikonhaltigem Ölspray schmieren, wie von den Gebrauchsanweisungen des Geräts vorgegeben.
  • EINSTELLHEBEL – Der Hebel muss nahtlos drehen. Die Funktionstüchtigkeit der Feder prüfen, der Hebel muss automatisch in die Seilsperrposition zurückschnellen. Die Einschränkung dieser Bewegung prüfen, wenn sich das Drehrad in der Position “REST” befindet. Falls nötig mit silikonhaltigem Ölspray schmieren, wie von den Gebrauchsanweisungen des Geräts vorgegeben.
  • KLEMM-RÄDCHEN – Das Rädchen in die beiden Positionen drehen. Es darf kein Spielraum herrschen. Die Drehung darf nicht über die beiden Positionen hinausreichen. Falls nötig mit silikonhaltigem Ölspray schmieren, wie von den Gebrauchsanweisungen des Geräts vorgegeben.
  • KLEMMNOCKE – Die nahtlose Bewegungsfreiheit der mobilen Nocke prüfen. Falls nötig mit silikonhaltigem Ölspray schmieren, wie von den Gebrauchsanweisungen des Geräts vorgegeben.
    Achtung! Bei gesperrter oder beschränkter Bewegung der Nocke wird das Gerät nicht am Seil sperren, Lebensgefahr!

3.2 – KONTROLLE DES DURCHLAUFS

  • Das Gerät an einem kompatiblen Seil anbringen, das zuvor festgemacht wurde. Auf die Position “GO” drehen und das Auffanggerät nach oben und dann nach unten bewegen, um einen nahtlosen Durchlauf zu überprüfen. Im “REST” Modus soll das Gerät in beide Richtungen laufen, allerdings mit einem leichten Wiederstand. In diesem Fall muss das Gerät die Position halten, sobald es losgelassen wird.

3.3 – KONTROLLE DES SPERRMECHANISMUS

  • Das Auffanggerät vorbereiten wie für den vorherigen Test (falls kein Karabiner dabei ist, mit einem passenden aufrüsten und anbringen) und den Karabiner ruckartig nach unten ziehen, um die effektive und unmittelbare Sperrung des Geräts am Seil nachzuweisen. Es kann einzig durch Entlastung entsperrt werden.

Photo doc.

OK Das Gerät ist in gutem Zustand und kann in aller Sicherheit verwendet werden.
AUSMUSTERN Das Gerät weist mittlere/schwere Beschädigungen auf, welche die Hauptfunktionen beeinträchtigen und muss deshalb ausgemustert werden. Die bemerkten Schäden im Feld “ANMERKUNGEN” eintragen.
ÜBERPRÜFEN Das Gerät weist eine oder mehrere leichte Beschädigungen auf, die keinen Einfluss auf die Hauptfunktionen besitzen. Die bemerkten Schäden im Feld “ANMERKUNGEN” eintragen.
BEANTRAGUNG AUF ERSATZ Am Ende der Kontrolle, sollten keine weiteren Beschädigungen vorhanden sein und sollte eine Ersetzung stattfinden, kann das Gerät als diensttauglich erklärt werden, andernfalls muss es ausgemustert werden. Bis auf andere Angaben, kann die Ersetzung nur vom Hersteller, einem vom Hersteller ausgebildeten Techniker oder einer vom Hersteller befähigten Fachkraft vorgenommen werden. Die ersetzbaren Einzelteile eines jeden Geräts werden, falls vorhanden, im jeweiligen Prüfverfahren zusammen mit dem jeweiligen Code für den Kauf gelistet.
  • Vorhandensein von Reibung in der Bewegung des Einstellhebels: er muss sich frei bewegen können und unmittelbar in die Ausgangsposition zurückkehren. Links ein Gerät mit blockiertem Einstellhebel: dieser Defekt beeinträchtigt auf schwerste Weise die Funktionstüchtigkeit des Geräts.


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    Das Gerät mit Pressluft reinigen, mit Wasser und Seife putzen und mit silikonhaltigem Ölspray schmieren.

    Sollte sich das Problem so nicht lösen, muss das Gerät entsorgt werden.

    Abgenutze Nocke. Um dies zu verdeutlichen, hier ein Vergleich zwischen einer Nocke in gutem Zustand (links) und einer äußerst abgenutzten (rechts).


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  • Ausgangszacken dreht nicht frei.


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    Kabel und Schlinge fehlen: die Öffnung auf dem Gerätekörper ist vorhanden.


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  • Unleserliche Markierung.


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    Festes Seitenteil mit Verformung, die die Bewegung der Sperrnocke beeinträchtigt.


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  • Abgenutzte Anschlagöffnung.


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    Verschlusszacken vollständig abgenutzt.


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  • Mobiles Seitenteil mit Verformung, diese verhindert den Anschluss mit dem Verschlusszacken.


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    Sperrrädchen stark beschädigt, aufgrund von Kontakt mit einer Wärmequelle.


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  • Ablagerung von hartem Material in der Aushöhlung im Geräterücken.


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